Europa

Von den Besten lernen: Island

Island zeigt, wie’s geht.

Unsere Bildungsreise nach Island, an der Landes- und Kommunalpolitiker und viele unserer Mitglieder teilgenommen haben, hat wertvolle Erkenntnisse geliefert. Unsere Gespräche mit Top-Entscheidern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den isländischen Unternehmensverbänden zeigt, was wir tun müssen, damit auch der Wandel in Bayern endlich klappt.

Sehen Sie in unserem kurzen Film, was wir von Island lernen können.

Viel Spaß!

Wir über uns

Wir bereiten der Geothermie den Boden
Wir sind Geothermie-Unternehmen sowie kommunale und privatwirtschaftliche Energieversorger, die seit bis zu 20 Jahren Fernwärme aus Tiefengeothermie an unsere Kunden liefern. Wenn die Temperatur der Erdwärme dies hergibt, produzieren wir zudem grünen Strom. Wir beweisen 365 Tage im Jahr, egal ob die Sonne scheint oder der Wind weht: Geothermie ist marktreif, Geothermie kann Wärmewende.

Wir sehen jetzt die Chance, das Potenzial der Geothermie für die Wärmewende in ganz Deutschland zu nutzen. Daher haben wir uns zusammengeschlossen in der Initiative „Wärmewende durch Geothermie“.

Unterstützt werden wir dabei von Unternehmen der Bau- und Zulieferindustrie, von Verbänden und vom Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG. Wir sind offen für weitere Mitglieder.

Gemeinsam wollen wir einen Impuls geben, an Kommunen und Stadtwerke deutschlandweit, an Verantwortliche in Landes- und Bundesministerien, an Wirtschaftsforschungsinstitute und weitere Multiplikatoren: Geothermie hat ihre Effizienz für die Wärmewende nachgewiesen. Sie ist die schnellstmögliche Lösung, um städtische Regionen CO2-neutral mit Wärme zu versorgen.

Geothermie steht grundsätzlich allen Menschen in Deutschland zur Verfügung:

  • Geothermie ist grüne Fernwärme
  • dekarbonisiert vorhandene Wärmenetze
  • schafft Wertschöpfung in Deutschland
  • und verringert Energieimporte

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Aus Erfahrung mit Geothermie

Im Interview

Bodenschatz Geothermie

Diese Wärme ist immer da

Geothermie ist völlig unabhängig von Jahres- und Tageszeiten sowie von Wetterereignissen jeder Art und daher grundlastfähig. Geothermie senkt die CO2-, Stickoxid- und Feinstaub-Emissionen und verbessert so spürbar die Luftqualität. Als heimische Energie ersetzt sie teure Erdöl-, Erdgas- und Steinkohle-Importe und schafft Wertschöpfung in Deutschland.
Geothermie deckt auch den zunehmenden Kältebedarf in Ballungsräumen ab, über wärmebetriebene Kältemaschinen oder eigene Kältenetze, und kann bei Bedarf auch elektrische Regelenergie regional bereitstellen.

Geothermie ist wirtschaftlich in einem Temperaturbereich von 0 bis über 150 °C nutzbar. Und: Die Wärmeverteilung ist erprobte Technologie seit über hundert Jahren.

Energieverbrauch in privaten Haushalten: 70% fürs Heizen

„Die Raumwärme macht rund 70 % des Energieverbrauchs in Haushalten aus, da über die Jahre unter anderem die zu beheizende Wohnfläche zugenommen hat.

Erdgas und Heizöl weisen hier den höchsten Verbrauch auf, auch erneuerbare Wärme wird verstärkt in diesem Sektor eingesetzt.
Eine spezielle Darreichungsform von Wärme in diesem Sektor ist Fernwärme aus fossilen und erneuerbaren Brennstoffen.“

https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energieverbrauch-nach-energietraegern-sektoren

Tiefe Geothermie für Nordwesteuropa

„Heißes Wasser aus der Erde soll als klima- und umweltfreundlicher Wärmelieferant etabliert werden. Unter der Federführung des Geologischen Dienstes NRW bringen 18 Partner aus sechs Ländern in dem EU-Interreg-Projekt „Roll-out of Deep Geothermal Energy in North-West Europe“ ihre Kompetenzen zusammen. Bis Ende des Jahres 2022 sollen die geologischen Potenziale in Nordwesteuropa erkundet, die Leistungskraft bestehender Geothermie-Anlagen verbessert und das gesellschaftliche Bewusstsein für die tiefe Geothermie gestärkt werden. Grüne Energie auch für Nordrhein-Westfalen!“

https://www.gd.nrw.de/ew_pj.htm

Importabhängigkeit verringern

„Importiert werden vor allem die Energieträger Mineralöl, Gas, Steinkohle und Uran. Uran zur Kernenergienutzung wird zu 100 % eingeführt, ebenso wird Mineralöl vollständig aus dem Ausland bezogen. Auch Erdgas wird zum größten Teil importiert. Die inländische Produktion von Steinkohle wurde 2018 beendet. In den kommenden Jahren wird Deutschland nicht nur bei den Energieträgern Uran und Steinkohle, sondern auch bei Erdöl und Erdgas vollständig auf Importe angewiesen sein. Um die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern, sollten erneuerbare Energien weiter ausgebaut und Lieferländer und Transportstrukturen diversifiziert werden. Auch das Einsparen von Energie hilft, genügend Energieträger verfügbar zu halten.“

https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/primaerenergiegewinnung-importe

NRW: Jeder achte Neubau heizt bereits mit Erdwärme

„Geothermie garantiert eine stabile Grundversorgung an Energie und kann – anders als Wind- oder Solarenergie – jederzeit genutzt werden. So ergänzt sie als klimafreundliche und unerschöpfliche Energiequelle den Mix der Erneuerbaren Energien optimal. In NRW könnte die Hälfte des Wärmebedarfs für Wohnhäuser mit erneuerbarer Geothermie gedeckt werden. Gebäude, die mit Wärme aus der Erde beheizt werden, sind in Nordrhein-Westfalen inzwischen sehr verbreitet – bereits in jedem achten Neubau wird eine Erdwärmeheizung verbaut.“

Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V

https://www.lee-nrw.de/themen/geothermie/

Europa bei Geothermie führend

„Europa ist ein führender Markt für geothermische Fernwärme- und Kühlsysteme. Im Jahr 2019 gab es 5,5 GWth installierter Kapazität in 25 europäischen Ländern, wobei im Vergleich zu 2018 viele neue Projekte in ganz Europa geplant sind.

Der Status der geothermischen Fernwärme und Fernkühlung spiegelt ein stärkeres Interesse an dieser erneuerbaren Ressource und die Möglichkeit wider, sie fast überall in Europa, das 25% der EU-Bevölkerung umfasst, einzusetzen.“

https://www.geothermie.de/aktuelles/nachrichten/news-anzeigen/news/egec-veroeffentlicht-den-european-geothermal-market-report-2019.html?tx_news_pi1%5BactbackPid%5D=10&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a72ff2a79db1a04dd0ad488580964c58

Zahlen und Fakten

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Zahlen und Fakten

Förder-Schieflagen

 

Die Zwei-Klassen-Gesellschaft der Bodenschatz-Nutzung

Die Tiefengeothermie hat enorme Vorteile für die Wärmewende. Diese Vorteile sind belegt und anerkannt. Wir Geothermie-Unternehmen zeigen dies jeden Tag.

Dennoch ist die Tiefengeothermie bisher eher in der Nische tätig. Woran liegt das? Was hindert die Tiefengeothermie bisher, in die Fläche zu gehen?

Der Grund ist einfach: Das „ökonomische Spielfeld“ ist schief. Geothermie muss – um im Bild zu bleiben – ständig den Berg hochspielen. Diverse Ungleichbehandlungen verdrängen die Geothermie bzw. lassen sie gar nicht erst rein.
 

Vier Beispiele für die Zwei-Klassen-Gesellschaft der Bodenschatz-Nutzung:

 

Ein ebenes Spielfeld muss her

Jetzt ist Zeit, die Weichen für die Wärmewende neu zu stellen. Dafür braucht es die passenden Rahmenbedingungen. Denn EEG, KWK-Gesetz und Mietrechtsänderungs-Gesetz haben die Geothermie nur unzureichend auf dem Schirm. Da ist noch viel Luft nach oben, um gleiche Startbedingungen herzustellen.

Kommunen und Unternehmen brauchen jetzt wirtschaftliche Rahmenbedingungen, um die Wärmewende effizienter und stromsparender voranzubringen.

Eine ganz wesentliche Richtungsentscheidung war Anfang 2020 die Gründung des Fraunhofer Instituts für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG. Wesentliche Bestandteile der Einrichtung sind die Integration des Internationalen Geothermiezentrums Bochum (GZB) in die Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Aufbau zweier weiterer Einrichtungsteile zu Energieinfrastrukturen in Cottbus und zur Sektorkopplung in Jülich. Das Fraunhofer IEG wird zudem an den Außenstellen in Aachen/Weisweiler und Zittau forschen.


Jetzt haben wir die große Chance zur Wärmewende

Denn auch Corona lehrt uns: Fundament unseres Zusammenlebens ist eine autarke, regionale Wertschöpfung. Die Tiefengeothermie IST eine autarke, regionale Wertschöpfung – sie macht uns unabhängig von Energieimporten aus politisch instabilen Regionen.

Geothermie kann nicht exportiert werden, sie muss nicht importiert werden. Geothermie ist vor Ort immer da.

Die Förderung der Geothermie ergibt ganz grundsätzlich in folgenden Bereichen Sinn:

  • Forschung in den Bereichen geologische Reservoirs, Exploration und Speicherung
  • Fündigkeitsfonds zur Absicherung des Fündigkeitsrisikos
  • „Ebenes Spielfeld“ für Bau und Betrieb geothermischer Anlagen
  • Förderung, wenn Privathaushalte von einer bisher fossil zu einer geothermisch betriebenen Heizung wechseln
  • Förderung von Verbundleitungen zwischen Geothermie-Heizwerk und Fernwärmenetz und zwischen Fernwärmenetzen
 

Jetzt das Richtige tun

Masterplan Geothermie


In der Bayerischen Molasse sind die geologischen Bedingungen für die Nutzung der Tiefengeothermie besonders gut. Dies hat die Politik erkannt – und sie handelt.

So verkündete Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Oktober 2019 in München einen Masterplan Geothermie: „Die Geothermie muss raus aus dem Dornröschenschlaf. Mit der Geothermie haben wir einen Schlüssel für die Wärmewende in der Hand, den wir nur umdrehen müssen“.

Mit dem Masterplan für Geothermie will Aiwanger das Potenzial dieser Technologie weiter entwickeln und die weitere Erschließung der Tiefenwärme ermöglichen. Bis 2029 soll die Vernetzung der Geothermie in Bayern durch drei neue Transportleitungen verbessert werden. mehr erfahren

Auch in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt laufen zahlreiche Projekte, um das Potenzial der Tiefengeothermie zu heben.

Wenn wir jetzt das Richtige tun, nutzen wir das Potenzial der Geothermie für die Wärmewende. Mit der Geothermie bringen wir die Wärmewende in die Offensive

Warum ist die Vernetzung von Fernwärmenetzen so wichtig?

Die Geologie einer Region ist vollkommen unabhängig davon, ob oberirdisch eher städtische oder eher ländliche Strukturen sind. So können die Voraussetzungen für die Nutzung der Tiefengeothermie in ländlichen Regionen durchaus da sein – in einer Region also, wo wesentlich weniger Wärmeabnehmer sind als in einem städtischen Ballungsraum. Es kommt also darauf an, die geothermisch erzeugte Fernwärme dort zu nutzen, wo viele Wärmeabnehmer sind – das heißt in den Wärmesenken der städtischen Ballungsräume.

Genau dafür braucht es Verbundleitungen. Denn durch den Bau dieser Verbundleitungen können Fernwärmebedarfsgebiete mit Erdwärme versorgt werden, die außerhalb des geothermischen Potentialgebiets liegen.

Der Vernetzung von Fernwärmenetzen und den Verbundleitungen von Bohrungen zu Fernwärmebedarfsgebiete kommt daher eine Schlüsselrolle zu.

Die Vernetzung von Fernwärmenetzen


Ein Beispiel: Die Gemeinde Grünwald hat sich zum Ziel gesetzt, die Fernwärmeversorgung in Grünwald CO2-neutral zu realisieren.

Den wesentlichen Beitrag dazu soll die Geothermie liefern: über weitere Bohrungen und die Vernetzung mit kommunalen Geothermieprojekten im Umland.
Genau diese Konstellation ist auch in vielen anderen deutschen Ballungsräumen sinnvoll und möglich.

Die gemeinsame Energie von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft

Die Wärmewende gehört zu den Top-Themen in Deutschland und Europa – ökologisch, ökonomisch und sozial. Gerne möchten wir mit Ihnen im Gespräch erörtern, welche Wege Sie in Ihrem Handlungsraum sehen, um das Potenzial der Geothermie zu heben.

Nach menschlichem Ermessen ist die Tiefengeothermie unerschöpflich. Nutzen wir sie!

Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen.

Mediathek

WWdG_hot&cool_

Zweiseiter Infografik

Schreiben_Bundesbauministerin_Hubertz_

Einladung zur Besichtigung der größten Geothermie-Bohrung Deutschlands

Schreiben_Koalitions-Verhandler_

Versorgungssicherheit durch Geothermie

WWDG Anschreiben AVBFernwärmeV Novellierung

Stellungnahme zur Novelle der AVBFernwärmeV in der Entwurfsfassung vom 28.11.2024

Rückmeldung_3. Runder Tisch_

Runder Tisch Tiefen-Geothermie am 17.05.2023 – Genehmigungsverfahren

Schreiben_LfU_200123_

Musterverordnung für Wasserschutzgebiete

PM_PraxisforumGaspreisbremse_

Pressemitteilung Keine Wärmewende ohne Geothermie Die Folgen des Zögerns und Wartens

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Pressemitteilung von AGFW, BEE und Bundesverband Geothermie

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Pressemeldung zum Start der deutschlandweiten Initiative

Energie & Management

Artikel Energie & Management

Politik im Dialog

Längst haben Politiker erkannt, welch große Bedeutung die Nutzung der Geothermie für die Wärmewende hat. Hier äußern sich Mandatsträger mit eigenen Beiträgen zur Geothermie.
Florian Hahn, MdB aus dem südlichen Landkreis München