Energie ist Standort – Was Bayern von Island lernen kann

Unsere Bildungsreise hat uns im September 2026 nach Island geführt. An inhaltsstarken Tagen in Reykjavik und Umgebung stand der Erfahrungsaus­tausch im Mittelpunkt. Wir wollten von den Besten lernen. Und tatsächlich, wir haben sehr viel gelernt.

Islands Wandel hin zu einer modernen Nation verdeut­licht die Kraft nachhaltiger, strategischer Investitionen in erneuerbare Energien. Islands Erfahrungen mit Geothermie zeigen, wie langfristiges politisches Enga­gement einen Wandel im Wärmesektor ermöglichen kann. Zu Beginn der 1970er-Jahre heizte – trotz heißer Thermalwasserquellen an jeder Ecke – noch rund die Hälfte der Bevölkerung Islands mit teurem, impor­tiertem Öl. Die weltweite Ölkrise von 1973 traf die isländische Wirtschaft massiv. Die Preise für Rohöl stiegen rasant an. Da sich das Land die fossilen Importe kaum noch leisten konnte, beschloss die Regierung eine radikale Energiewende hin zu eigenen Ressourcen. Durch die Umstellung auf Geothermie und die Verringerung der Abhängigkeit von den globalen Brennstoffmärkten hat Island die Basis für seinen heutigen Wohlstand gelegt. Wärme und Strom kommen heute zu fast 100 Prozent aus Geothermie und Wasserkraft – die Grundlagen für die Wert­schöpfungskette in Industrie, in Fischzucht und in den Gewächshäusern. Sie ist von langer Hand geplant und konsequent umgesetzt.

Islands Erfahrungen liefern uns wertvolle Erkennt­nisse für unsere Arbeit heute und für unsere künftigen Strategien.

Helmut Mangold, Geschäftsführer der IEP - Innovative Energie für Pullach GmbH – war Initiator der Reise und mit dabei. Wir haben mit ihm nach seiner Rück­kehr gesprochen.
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